Neuland, Mut & die Angst zu versagen

In einer tiefen Sinnkrise habe ich realisiert, dass ich meiner verdrängten inneren Stimme wieder Gehör schenken muss, wenn ich aus dieser Sackgasse und starken körperlichen Symptomen wieder raus wollte. Ich fing an 'meinem' Weg zu folgen. Nicht dem 0815-Weg

 

Das bedeutet auch, dass dieser Weg nicht 'vorgetrampelt' ist, sondern, dass ich ihn mit jedem Schritt ins 'Dickicht' entstehen lasse.

 

Ängste tauchen auf. Wie gehst Du damit um?

Den eigenen Herzensweg zu gehen braucht immer wieder Mut. Mut sich auf das Unbekannte einzulassen. 

Und ich erfahre, dass genau da, in diesem unbekannten 'Neuland', so viel Freiheit, Potenzial, Lebendigkeit & Kreativität liegt. 

 

Ich möchte mit Dir eine für mich kostbare Erkenntnis teilen & Dich ermutigen:

Das wonach Du Dich tief im Herzen sehnst, liegt in DEINEM 'Neuland'.

Es liegt immer 'ausserhalb' von dem, was Du bereits kennst. Das absolut Entscheidende ist, Deine mutige Bereitschaft, die Schwelle ins Neuland zu überschreiten & Deine Komfortzone dadurch zu erweitern. 

 

Es gab eine Zeit, in welcher ich mich total gefangen fühlte, in mir selber, in meiner beruflichen Situation & generell im Leben. Mein Körper reagierte stark und ich entwickelte heftige chronische Symptome. Ich wusste nicht, wie ich mich aus dieser Spirale befreien sollte.

 

Und da wurde ich 'sprichwörtlich' zum Schlüssel hingeführt. Ich lief an einem Abend mit Freunden durch ein verlassenes Quartier in Zürich und während die anderen weiter geradeaus liefen, zog mich ein leer stehendes Schaufenster magisch an. Da klebte etwas von Innen an der Scheibe. Ich stand da, wie vom Licht getroffen und las: 

 

"Wenn Du willst, was Du noch nie gehabt hast, dann tu, was Du noch nie getan hast". (Nossrat Peseschkian) 

 

Das hat den Kurs meines Lebens drastisch verändert (aber das ist eine andere Geschichte :-)).

 

Immer, wenn wir eine Schwelle überschreiten, Neues wagen, uns ausdehnen & aufrichten, tauchen Ängste auf.

Die gehören dazu, sie sind ein Signal, dass Du an einer Schwelle stehst.

Sind wir ehrlich, Ängsten ins Gesicht zu schauen, ist nicht gerade angenehm. Wir verdrängen sie oft lieber.

 

Meine 2 Schlüssel für Dich: Ich mache die Erfahrung, dass mir dieser Umgang nicht hilft, sondern mich blockiert hält und meine Gedanken im 'was-wenn'-Versagens-Teufelskreis stecken bleiben: 'was-wenn'... ich es nicht schaffe, 'was-wenn'... ich noch nicht so weit bin, 'was-wenn'... ich es falsch spüre, etc.. Darum habe ich die Versagensangst zu meiner Verbündeten gemacht. Sie ist für mich zu einer grundlegende Ressource für mein erfolgreiches Weiterkommen geworden. 

Und in einem nächsten Schritt lenke ich meinen Fokus wieder darauf, was mich motiviert vorwärts zu gehen.

Mich motiviert die Abenteuerlust, die Lust mich und mein Leben & all seine Möglichkeiten voll auszukosten und aus dem Vollen zu schöpfen, aus dem Vollen zu lieben, aus dem Vollen zu leben.

 

Mich interessiert; Was ziehst Du für Dich Wertvolles aus diesen Gedanken & was motiviert DICH, immer wieder mutige Schritte ins Neuland zu wagen, damit Du Deinem Herzensweg folgen kannst? 

Schreibe hier unten Deinen Kommentar. Das inspiriert mich und die anderen Leser. Ich freue mich. 

 

Herzensgrüsse,

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Kommentare: 4
  • #1

    Martin (Dienstag, 06 Dezember 2016 10:49)

    Hallo Miriam

    Danke für Deine inspirierenden Zeilen. Für mich hat diese Frage viel mit Akzeptanz zu tun. Akzeptieren, dass man so empfindet und akzeptieren, dass man nicht jede Situation kontrollieren kann sondern immer nur 50% zum Ausgang beisteuert. Wenn man dann noch an seine "50%" glaubt ist man schon recht weit, denke ich.

  • #2

    Mirjam Lutz (Dienstag, 06 Dezember 2016 11:46)

    Lieber Martin, so schön von Dir zu lesen! Danke für diesen wertvollen Punkt der Akzeptanz! Ja genau, sich selber und seine Empfindungen als 'gültig' erklären und dem zu folgen (ohne innerliches Verhandeln) das ist so enorm befreiend und heilsam. Und sich dann zu gestatten 'nicht-zu-wissen', sondern sich hingeben, vertrauen, geschehen lassen. Ich wünsche Dir eine ganz leichtherzige Zeit und grüsse Dich von Herzen! Mirjam

  • #3

    Melanie (Donnerstag, 15 Dezember 2016 20:56)

    Liebe Mirjam und Leser,

    Vielen Dank für deine Anregungen zum Thema Angst. Was mir am allermeisten Mut und Kraft gibt vorwärts zu gehen? Sich einmal kurz (!) aber intensiv damit zu beschäftigen, was in dieser Welt schief läuft und wohin das führt, wenn wir so weiter machen. Meine grösste Angst ist jedenfalls nicht mehr die zu versagen, sondern die, hier gewesen zu sein und meine Zeit nicht genutzt zu haben bzw. meine Aufgabe (ich glaube, dass jede(r) eine hat) nicht erfüllt zu haben! Aber die Welt zu retten macht ja noch mehr Angst und Druck. Deshalb dort anfangen, wo ich etwas bewirken kann. Wie Mahatma Gandhi sagt "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt". Die Verantwortung für mein Denken und Handeln zu begreifen, mich dabei aber als Teil eines grossen Ganzen zu betrachten - dieser Perspektivenwechsel hat in mir Berge versetzt! Aus diesem Blickwinkel schöpfe ich auch das nötige Vertrauen, dass mir auf meinem Weg immer zur Verfügung steht, was ich im Moment brauche, um meinen Beitrag zu leisten. Gibt es eine bessere Motivation, als Neuland (für mich eine Welt mit intakter Natur und friedvollen Menschen) mitzugestalten und erschaffen? :-)

    Herzliche Grüsse,
    Melanie

  • #4

    Mirjam Lutz (Freitag, 16 Dezember 2016 11:20)

    Aiiii Melanie, wie kraftvoll Deine Zeilen, es ist ein so schöner Bogen den Du spannst. Das ist auch in meinen Augen enorm zentral: wirklich 'in Führung' zu gehen mit sich und seinem Leben, also die voller Verantwortung und Kraft zurück zu nehmen, zu wissen, dass die Veränderung bei einem selbst beginnt. Und sich gleichzeitig bewusst zu werden, dass wir Teil eines Ganzen sind. Und sich in diesem Kontext auch zu fragen: Will ich der Angst glauben und bleibe dadurch gelähmt, oder glaube ich der stillen Ahnung, Sehnsucht in meinem Herzen, wie es eben auch sein könnte, und gehe mutig vorwärts.
    Da ich Dich persönlich kenne, freue ich mich umso mehr zu spüren, wie Du heute mit dieser vertrauensvollen 'Feuerkraft' unterwegs bist und Dein Potenzial und Tatkraft so am leben und verwirklichen bist :-). Wow! Ganz herzliche Grüsse schicke ich Dir! Mirjam